Nichtinvasives Regenerationskonzept für Orthopädie, Chirurgie und Traumatologie


Sanotaping – Das Aufbringen einer speziellen Folie um eine verletzte Region und eine gleichzeitig erfolgende, funktionelle Bewegung lindern die Kardinalsymptome einer Entzündung und beschleunigen zudem die Geweberegeneration.


Das besondere Charakteristikum dieser hauchdünnen Spezialfolie ist deren außerordentliche Fähigkeit, elektromagnetische Strahlung zu reflektieren. Die Spezialfolie besteht aus zwei Schichten. Die auf der Haut aufliegende, reflektierende Schicht besteht aus einer speziellen Legierung. Mittels Tape-Streifen wird die Spezialfolie um eine betroffene bzw. entzündete Stelle luftdicht auf die Haut aufgeklebt und bis zum Behandlungsende alle 2 bis 4 Tage gewechselt.

Ursprünglich wurde das Sanotaping zur Behandlung von Verletzungen bzw. Entzündungen des Bewegungsapparates entwickelt (Steffen Barth, seit 1980). Mittlerweile wird mit dieser nichtinvasiven Methode ebenso erfolgreich die Regeneration von chronischen Wunden und von Narbengewebe unterstützt. Darüber hinaus wird eine mentale Entspannung (Stressabbau) eingeleitet und beschleunigt (katalysiert).


Die Merkmale einer Gewebeschädigung


Die Anzeichen einer jeglichen Gewebeschädigung bzw. Entzündung sind Rötung, Überwärmung, Schwellung, Schmerz und eingeschränkte Funktion. Um diese Kardinalsymptome zu neutralisieren, muss vor allem das Ödemwasser, das sich in den betroffenen Bindegewebsregionen ansammelt, aktiv abtransportiert werden. Diese überschüssige Flüssigkeit ist mit abgestorbenen Zellen, Proteinen, freien Radikalen und nicht-metabolisierbaren anorganischen Säureresten überladen. Sie transformiert die ansonsten soleartige Konsistenz der gesunden extrazellulären Matrix in ein zähflüssiges Gel. Diese Veränderung hat Auswirkungen auf den Zellstoffwechsel: Einerseits ist der Abtransport von Sauerstoff und Glukose deutlich erschwert, sodass die Energie zur notwendigen Regeneration nur unzureichend bereitgestellt werden kann, andererseits vergiften die Bestandteile des gestauten Ödemwasser das Milieu und sorgen zunehmend für saure Bedingungen, die ein gewisses Krankheitspotential beinhalten. Dieser Zustand kann zu weiteren Gewebsschädigungen und zu einer ungünstigen Veränderung des Bindegewebes führen.


Das Behandlungskonzept des Sanotaping


Um das Ödemwasser bzw. die Bindegewebsbelastung abzubauen und die Regenration zu fördern, greifen beim Sanotaping mehrere Mechanismen ineinander. Die Kompression durch das Tapen wirkt der Schwellung entgegen und drängt das Ödemwasser aus der verletzen Region. Eine gesteigerte Kapillarströmung in Blut- und Lymphgefäßen, bewirkt durch funktionelle Bewegung, sorgt für eine effektivere Versorgung mit Mikronährstoffen und parallel dazu für eine schnellere Eliminierung und Ausscheidung von Toxinen und nekrotischem Gewebe.


Galvanotaxis und Schweißdiagnostik (Sudorologie)


Die oben beschriebene Spezialfolie wirkt wie eine Elektrode, die - zusammen mit dem Antagonist Hautoberfläche, dem Schweiß und den reflektierten Biophotonen, die von den geschädigten Zellen emittiert werden - ein elektromagnetisches Feld aufbaut. Von diesem Feld werden galvanotaxische Prozesse ausgelöst, die sowohl die Immunabwehr verstärken als auch ein antiseptisches Milieu aufbauen. Ferner werden die Reparaturmechanismen der Fibroblasten bezüglich der Regeneration des Bindegewebes stimuliert sowie eine Zellerneuerung und Reepithelialisierung beschleunigt. Unterstützend dazu können mit dem gezielten Einsatz von Laserphotonen die Geweberegeneration bzw. Zellteilungsrate stimuliert werden. Außerdem können mit der Anwendung von kaltem Plasma pathogene Keime in einer offenen Wunde eliminiert werden.

Die luftdichte Versiegelung sorgt für eine vermehrte Transpiration unter dem Tape und damit zu einer verstärkten Ausdünstung eingelagerter Säuren, die so aus dem entzündeten Gewebe an die Hautoberfläche gelangen. Diese Säuren reagieren mit der Spezialfolie und reduzieren dabei Säureprotonen zu molekularem Wasserstoff, der in Abwesenheit von Sauerstoff die schädlichen freien Radikalen in der betroffenen Region neutralisiert. Je nachdem, wo die aufliegende Spezialfolie angegriffen wird, kann das Epizentrum der inneren Entzündung eindeutig lokalisiert und die zu behandelnde Region weiter eingegrenzt werden.




Dr. Martin Friedrich

martin.friedrich@sanotape.com


Steffen Barth

steffen.barth@sanotape.com


Sanotape

Eilper Str. 62

D 58091 Hagen

www.sanotape.com

Offene Wunde an der Hand

Abb. 1a - Dies ist die offene Wunde einer 72 Jahre alten Patientin am Zeigefinger der linken Hand. Die Hand wurde zweimal operiert und mit einer Gipsschiene über mehrere Wochen stillgelegt, daran schloss sich ein Krankenhausaufenthalt an. Die Wunde konnte während dieser Zeit nicht geschlossen werden, zudem entwickelte sich eine sudecksche Dystrophie – sogar eine Teilamputation wurde daher in Betracht gezogen.








Abb. 1 b – Illustration der beginnenden Behandlung und das Prinzip von Sanotaping.

Mittels Backing wird eine besondere Spezialfolie auf der Haut fixiert (Beschreibung siehe Text). Im Fall einer offenen Wunde ist es essentiell, dass diese nicht abgedeckt wird. Der Sanotapeverband in unmittelbarer Umgebung unterstützt zu Beginn das Trocknen der Wunde und trägt dazu bei, die Elastizität der unmittelbar benachbarten, ausgetrockneten Region zurückzugewinnen.





Abb. 1d - Nach sieben Wochen Behandlungszeit war das Ergebnis ein verheilter und narbenfreier Finger.